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Was kostet ein Interim CFO? Eine ehrliche Einordnung.

Autorenbild: CarstenZaremba
CarstenZaremba
20. Apr.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Aug.



Was kostet es, das Problem nicht zu lösen?

Diese Frage stellt sich selten jemand, wenn er zum ersten Mal einen Tagessatz für einen Interim Manager hört. Die Zahl wirkt hoch. Der Reflex ist Skepsis.

Dabei ist es die einzig relevante Frage.


Wie Tagessätze entstehen

Als Faustformel gilt in der Branche: Ein Tagessatz entspricht etwa einem Prozent des Jahresgehalts einer vergleichbaren Führungskraft in Festanstellung. Ein CFO mit einem Jahresgehalt von 150.000 Euro kostet als Interim Manager also rund 1.500 Euro pro Tag.

Das klingt nach viel. Es ist es nicht — wenn man rechnet.

Denn der Vergleich zur Festanstellung ist unvollständig. Ein angestellter CFO kostet nicht sein Gehalt. Er kostet Sozialabgaben, Urlaub, Krankenstand, Altersversorgung, Bonus, Dienstwagen, Fortbildungen, Abfindung, Overhead, Versicherungen. Die Gesamtkosten einer Führungskraft in Festanstellung liegen typischerweise beim 1,5- bis 2-fachen des Bruttogehalts — und das dauerhaft, unabhängig davon ob das Unternehmen sie gerade braucht oder nicht.

Der Interim Manager kostet nur dann, wenn er arbeitet. Und er geht wieder, wenn die Aufgabe erledigt ist — ohne Abfindung, ohne Kündigungsschutz, ohne Nachwirkung.


Was den Tagessatz beeinflusst

Die Bandbreite am Markt ist groß. Für erfahrene Interim CFOs mit Führungsverantwortung liegt der Tagessatz typischerweise zwischen 1.200 und 2.200 Euro. Was innerhalb dieser Spanne gilt, hängt von mehreren Faktoren ab:


Verantwortungstiefe. Ein allgemeiner Controlling-Auftrag ohne Führungsverantwortung liegt am unteren Ende. Wer die kaufmännische Gesamtverantwortung übernimmt — mit Prokura, Bankenverantwortung und operativer Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen — liegt am oberen.

Komplexität der Situation. Enge Liquiditätssteuerung, kurzfristige Finanzplanung zur Stabilisierung der Zahlungsfähigkeit, Hauptansprechpartner für Banken in der Krise — das sind andere Anforderungen als ein geordneter Planungsauftrag.

Transaktionsbezug. Wenn ein M&A- oder Verkaufsprozess initiiert und in Abstimmung mit Banken und Gesellschaftern geführt wird, steigt der Tagessatz entsprechend.

Eigentümerstruktur. PE-Gesellschafter, internationale Eigentümer, IFRS-Anforderungen oder Due-Diligence-Prozesse erhöhen die Anforderungen — und damit den Satz.

Zeitdruck. Kurzfristiger Einstieg ohne Einarbeitungszeit wird am Markt entsprechend bewertet.


Die eigentliche Frage

Unternehmen die einen Interim CFO suchen, stehen fast immer vor einer konkreten Situation: Liquiditätskrise, Übernahme die integriert werden muss, Restrukturierung die jemanden braucht der sie führt.

In diesen Situationen ist die Frage nicht: Was kostet der Interim Manager? Die Frage ist: Was kostet es, sechs Monate zu warten bis eine Festanstellung gefunden und eingearbeitet ist? Was kostet eine Bankenverhandlung die niemand führt? Was kostet ein Monatsbericht der nicht stimmt?

Interim Management rechnet sich fast immer — wenn der Einsatz zur Situation passt.


Wenn Sie wissen wollen ob das für Ihre Situation gilt — ich beantworte diese Frage gerne in einem ersten Gespräch. Kein Pitch. Eine ehrliche Einschätzung.


Carsten Zaremba, Interim CFO, 0160 759 71 63


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+49 (0) 160 759 71 63

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